Schlagwörter


Wie schon in einem vorangegangenen Blogeintrag erwähnt, gab Josh Groban der Zeitschrift „Bon Appétit“ für die Septemberausgabe ein Interview. Ich hab mich an einer halbwegs passablen Übersetzung versucht. Ist gar nicht so einfach mit den ganzen kulinarischen Fremdwörtern.

Essen Sie etwas vor einem Auftritt?

Wenn man wie ich sehr gerne isst, kann es manchmal eine richtige Qual sein, wenn man auf Tour ist. An einem Show Tag muss ich sehr vorsichtig sein. Von dem Moment an, an dem ich aufstehe bis zu dem Moment an dem ich auf die Bühne gehe, trinke ich Apfelsaft. Fragen sie mich nicht warum, er ist einfach kalt und köstlich. Ansonsten esse ich alles mit Proteinen, so etwas wie geschnittenen Truthahn oder junge grüne Sojabohnen. Nach der Show gelüstet es mich immer auf Barbecue. Und Apfelsaft.

Sie waren überall in der Welt. Was ist der beste Ort um gut essen zugehen?

Ich liebe es in Paris zu essen. Ich bin ein großer Käse Fan, deshalb drehe ich immer ein wenig durch, wenn ich dort bin. Am meisten freue mich schon darauf in New York essen zu gehen. Jede Geschmacksrichtung die man sich nur vorstellen kann, ist in diesen kleinen versteckten „Rattenlöchern“ komprimiert. Das suchen und finden [der kleinen Restaurants] macht schon die Hälfte des Spaßes aus. Zu guter Letzt ist da noch das Frühstück in Norwegen. Ich bin zur Hälfte Norweger, also denke ich eingelegter Hering um 9:00 Uhr morgens, liegt mir im Blut. Ich hasse es nicht.

Was ist Ihre Vorstellung von einem äußerst romantischen Mahl (Dinner)?

Das ist, wenn die Beleuchtung fantastisch ist, die Musik ist perfekt, dieser unglaubliche Teller taucht vor dir auf und …  Ach du lieber Gott, wo ist nur mein Appetit hin verschwunden?

Haben Sie irgendwelche Lieblings Restaurants?

Jeder kann einen tollen Ort finden, wo er zu einer vernünftigen Zeit mit Freunden ein üppiges Essen bekommt. Aber, wo kann ich hingehen, wenn ich spät Nachts alleine mit meinen Gedanken sein und entspannen will und trotzdem etwas super gesundes zu Essen haben möchte? Worauf ich mich immer verlassen kann, ist das Kate Mantilini in Los Angeles. Dort bekomme ich auf alle Fälle eine gegrillte Artischocke mit braunem Reis, jede Menge gedünstetes Gemüse und Rührei (nur das weiße) mit Salsa. Das ist irrsinnig gut nach einem langen Tag im Studio.

Was essen Sie gerne, obwohl Sie wissen, Sie sollten es nicht tun?

Das Monte Cristo Sandwich im Blue Bayou Restaurant in Disneyland. Das gilt nicht nur für mich. Niemand sollte das essen. Das sollte in den neuen Gesundheitsgesetzentwurf aufgenommen werden. Du meine Güte, es ist köstlich!

Welche Mahlzeit werden Sie nie vergessen?

Das woran ich mich immer erinnern werde ist wahrscheinlich das bei Joël Robuchon im MGM Grand in Las Vegas. Ich war da mit meinem Bruder und wir gingen dort hin um eines dieser „zur Hölle damit“ Menüs zu haben. Dieser Ort ist absolut Spitze. Alles, angefangen von der Dame, deren Aufgabe es war mit einem hölzernen Wägelchen mit 25 verschiedenen Sorten Brot herumzugehen, bis zum Schokoladen Dessert, garniert mit Knallbrause. Das war der nobelste Ort an dem ich jemals gegessen habe und er war es absolut wert, dass ich dort meine Gewinne ausgab.

Über welche Dinge die es in Ihrer Küche gibt, würden die Leute überrascht sein?

Eine Messerkollektion, mit der ich nichts anzufangen weiß.

Was hatten Sie zum Abendessen?

In der Grube geröstetes Wildschwein an reduzierten halbkandierten  Birnen, gegrillte Topinambur mit Knoblauch und Kohl, Kartoffelgratin mit aufgegossenen schwarzen Trüffeln, ein Glas 2002 Pétrus und zum Dessert ein Bananen-Schoko-Soufflé gekrönt mit Kirschenschaum … Gut, es war Tomatensuppe.

Was ist der perfekte Snack?

Ich mag Dörrobst/Trockenobst, speziell getrocknete Mango. Ich mag sie nicht wenn sie zu übersüßt sind. Ich steh mehr so auf den natürlichen, ohne Zusatzstoffe, Schuhsohlentouch. Ich muss dafür arbeiten (ausgiebig darauf rumkauen) und ich respektiere das.

Haben sie ein Rezept, welches Sie gerne zu Hause kochen?

Aber sicher. Haben sie eine Minute Zeit? Nehmen Sie sich einen Stift. Campbell‘s Tomaten Suppe.

Was war das ungewöhnlichste, was Sie jemals gegessen haben?

Das ungewöhnlichste worauf ich mich eingelassen habe, war wahrscheinlich Lutefisk. Das ist eine Art weißer Fisch, der einige Tage in Lauge und Wasser eingeweicht wird. Er hat einen sehr penetranten Geruch/Geschmack, ist geleeartig und wahrscheinlich völlig frei von irgendwelchem Nährwert. Aber es ist ein Norwegisches Nationalgericht und geht am besten runter mit jedem Drink ab 100 Promille oder drüber.

Welches Gericht erinnert sie immer an zu Hause?

Wohl ein gutes Chili. Meine Mutter macht ein wunderbares Chili. Mit viel Rinderhackfleisch, Tomatenstücken und ganzen Pinto Bohnen, aber die Brühe ist sehr dünn und eher wie eine Suppe. Wann immer ich auf Reisen bin und für längere Zeit weg von zu Hause, dann gelüstet es mich danach.

Advertisements