Biografie

Wer ist dieser Josh Groban eigentlich?

Seit nunmehr 13 Jahren im Geschäft, ist Josh in den USA längst ein gefeierter Superstar. Schwer einzuordnen, da er kein Genre direkt bedient, verzaubert er dennoch die Massen mit seiner volltönenden Bariton Stimme und seiner Bühnenpräsenz. Er selbst bezeichnet sich als Popsänger mit Einflüssen aus Klassik und Weltmusik. In eine Genre-Schublade lässt er sich nicht gerne stecken. Er ist sehr experimentierfreudig und hat Spaß daran Neues auszuprobieren.

Wie alles begann …

Durch die Verkettung glücklicher Umstände, wurde Josh im Alter von 17 Jahren von keinem geringeren als dem Produzenten David Foster entdeckt. Auf Anraten seines Gesangslehrers schickte Josh David ein Demo-Tape, worauf ihn dieser zur Amtseinführungsfeier des kalifornischen Gouverneurs engagierte. Kurz darauf bekam Josh erneut einen Anruf von Foster und sprang für den verhinderten Andrea Bocelli ein. Zusammen mit Celine Dion sang er das Duett „The Prayer“ bei den Proben zu den 99 er Grammy Awards. Joshs atemberaubender Auftritt blieb nicht unbemerkt und er wurde kurz darauf als Gast in die Rosie O’Donnell Show eingeladen. Der eigentliche Hype um ihn begann aber erst, nachdem er in zwei Folgen der Kultserie „Ally McBeal“ mitgespielt hatte. Er ließ sein Studium an der Carnegie Mellon University sausen und unterschrieb einen Plattenvertrag.

Die Alben …

2001 veröffentlichte er sein erstes Album, das den schlichten Titel „Josh Groban“ trägt und von David Foster produziert wurde. Es verkaufte sich bis heute millionenfach und hat vierfachen Platinstatus erreicht. Sein Debütalbum beinhaltet u.a. Kompositionen von Walter Afanasieff (Un Amore Per Sempre), Richard Marx (To Where You Are), Ennio Morricone (Cinema Paradiso), Johann Sebastian Bach (Jesu Joy Of Mans Desiring) und Don McLean (Vincent). Das Album ist perfekt auf die voluminöse Bariton-Stimme Josh Grobans zugeschnitten. Unterstützt wird Josh von den Corrs (Canto Alla Vita), Charlotte Church (The Prayer) und Lili Haydn (Jesu Joy Of Mans Desiring).

Auch sein zweites Album „Closer“, welches 2003 auf den Markt kam und ebenfalls von David Foster produziert wurde, stürmte schnell die Charts, wurde wie sein Vorgänger ein voller Erfolg und erhielt 5x Platin. Die Hitsingle „You Raise Me Up“ hielt sich 17 Wochen in den US-Charts und erreichte im Oktober 2009 Platinstatus. Neben Kompositionen von Richard Page (My Confession), Walter Afanasieff (Broken Vow), Martin Page (Mi Morena) und Lucio Dalla (Caruso) enthält Closer auch drei Lieder, an deren Kompositionen Josh maßgeblich beteiligt war.  Mitverantwortlich für die Musik zeichnet er bei „Per Te“; gemeinsam mit Eric Mouquet und Pierre Jacquot arrangierte und textete er „Remember When It Rained“ und „Never Let Go“.

Drei Jahre später, im November 2006, erschien „Awake“, ein Album bei dem Josh noch mehr selbst produzierte und komponierte. Herausgekommen ist dabei eine bunte Mischung aus Elektropop, afrikanischen Rhythmen, sowie klassischen italienischen und spanischen Stücken. Wieder arbeitete er mit dem Pop Duo Deep Forest (Eric Mouquet und Pierre Jacquot) zusammen und schlug bei „Machine“ eine eher jazzige Richtung ein, die durch den legendären Herbie Hancock perfekt unterstützt wird. Auch der Titelsong „Awake“ stammt aus der Zusammenarbeit mit Eric. Gemeinsam mit Imogen Heap entstand „Now Or Never“, mit Dave J. Matthews entstand „Lullaby“, welches zusammen mit „Weeping“ die Einflüsse afrikanischer Musik markiert. Für die Singleauskoppelung „February Song“, arbeitete Josh sowohl an Text und Musik zusammen mit Marius de Vries und John Ondrasik. Mit dem Album Awake ging Josh einen Schritt weiter in die Selbständigkeit und erlaubte sich, dank wachsender Erfahrung, mehr zu experimentieren als bei den ersten beiden Alben.

Im Januar 2007 kam das Album „With You“, welches exklusiv für Hallmark produziert wurde, pünktlich zum bevorstehenden Valentinstag auf den Markt. Neben fünf bekannten Stücken aus den Alben Josh Groban und Closer, enthält es zwei zusätzliche Lieder. Den Titelsong „With You“ schrieb Josh zusammen mit Walter Afanasieff und Thomas Salter. „My Heart Was Home Again“ stammt aus der Feder von Marc Jordan und Stephan Moccio.

Im Oktober 2007 erfüllte Josh den sehnlichsten Wunsch seiner Fans und produzierte zusammen mit David Foster das Weihnachtsalbum „Noël“. Obwohl auf Tour, nutzte er die Tage zwischen den Auftritten und arbeitete an der CD. Das Album enthält klassische Weihnachtslieder, jedoch mit erfrischenden, nicht übertriebenen Arrangements. Im Duett mit Brian McKnight singt Josh „Angels We Have Heard On High“, von Andy McKee wird er bei „Little Drummer Boy“ mit einem außergewöhnlichen Gitarrenspiel begleitet und Faith Hill unterstützt ihn bei „First Noël“. Nach Erscheinen, schoss das Album binnen kürzester Zeit auf Platz 1 der Billboard 200 Charts und hielt sich dort fünf Wochen lang! Damit brach Josh den Drei-Wochen-Rekord des Jahres 1957 von Elvis Presley. Seit Bing Crosby’s „Merry Christmas“ (1945) ist es das erste Weihnachtsalbum, das sich so lange an der Spitze hielt. Aus allen Genre-Kategorien, ist es seit dem Frühjahr 2005, das erste Album, das fünf Wochen lang Platz 1 belegte. Es wurde mit mehr als 4 Millionen verkaufter Tonträger zum „Best-Selling Album“des Jahres 2007 und Josh zum „Best-Selling Artist 2007“ in den USA. Im Dezember 2008 wurde Noël mit 5x Platin ausgezeichnet. Mittlerweile hat Josh Groban weltweit mehr als 25 Millionen Alben verkauft.

Im November 2008 brachte Josh mit „A Collection“, eine Sammlung seiner Lieblingslieder auf den Markt. Die Doppel-CD beinhaltet außerdem zwei Live-Stücke, welche noch nicht vorher veröffentlicht wurden. „Anthem“, aus dem Musical „Chess in Concert“ aufgenommen in der Royal Albert Hall und „Weeping“, welches Josh gemeinsam mit Vusi Mahlasela und dem Soweto Gospel Choir beim „Mandela Birthday Concert“ in London sang. Josh Groban zu A Collection: „Die vergangenen sieben Jahre waren eine außergewöhnliche Reise für mich, eine Reise, mit der ich nie gerechnet hätte und die mir erlaubte, meine musikalischen Fähigkeiten ständig zu erweitern, während ich um die ganze Welt gefahren bin. Es ist eine große Freude für mich, dass ich meine besten Momente, die ich während dieser Reise durch die Musik erleben durfte, auf diesem Album veröffentlichen kann. Diese Doppel-CD ist ein Dankeschön an meine Freunde und Fans überall in der Welt. Ich hoffe, dass sie Euch gefällt.“

Nach einer langen Schaffenspause erschien im November 2010 das fünfte Studio-Album von Josh„Illuminations“, welches in Zusammenarbeit mit dem legendären Produzenten Rick Rubin (Metallica, Red Hot Chilli Peppers) entstand. Eine ungewöhnliche und gleichermaßen faszinierende Kollaboration, die für beide Seiten sehr bereichernd war. Dieses Album scheint die Fangemeinde zu spalten. Viele sind begeistert, aber auch viele enttäuscht. Vielleicht lagen die Erwartungen einiger zu hoch, wer weiß. Man muss auch nicht alles gut finden, nur weil Josh Groban drauf steht. Es ist halt kein Foster/Groban Album, es ist ein Groban/Rubin Album, denn diesmal hat er 11 der 13 Lieder in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern komponiert und getextet. Ich persönlich hab mich schon in die „neuen“ Töne verliebt. Hört man mit dem Herzen und nicht nur mit den Ohren, wird man das Album sicher mögen. Es ist sehr persönlich, melancholisch und der Sound unterscheidet sich sehr von den vorherigen Produktionen. Josh unplugged – es kommt ein wunderbares Live-Feeling während des Hörens auf, welches sicher nicht jedem zusagen wird, der an den polierten Studiosound der bisherigen Alben gewöhnt ist, und diesen bevorzugt. Josh beschreitet neue Wege, bleibt sich selbst aber dennoch treu.

Im März 2013 erschien seine 6. Studio CD „All That Echoes“. Produziert wurde das Album von Rob Cavallo (u.a. Green Day, My Chemical Romance). Zum Songwriting hat Josh sich erneut mit Dan Wilson, Thomas ‚Tawgs‘ Salter und Walter Afanasieff zusammen getan. Viele der Lieder schrieb Josh selbst, aber es sind auch einige Coverversionen darauf zu finden, wie z.B. ‚Falling Slowly‘ – bekannt aus dem Musical Once – ‚I believe when I fall in love‘ von Steve Wonder, oder ‚Hollow Talk‘, von der dänischen Band Choir of Young Believers. Auch bei diesem Album kommt Joshs Experimentierfreude zum Tragen. In einem Interview mit dem Musikmagazin Billboard sagte er ‚Ich habe mir Gedanken gemacht, dass die Musik eine gewisse Pop- oder Rock-Kante haben soll. Die Welt, in der ich mich bewege, ist doch sehr weich geworden. Diese Genre kann durchaus ein wenig rocken. Ich will damit nicht sagen, dass ich auf Pearl Jam mache, aber es kann die richtige Energie haben. Die Absicht kann dieselbe sein.‘ 

Auf Tour …

„Josh Groban has the power to knock the arena senseless“ – so die New York Times. Dem ist nicht viel hinzu zu fügen. Ein Live Konzert mit Josh ist ein einmaliges Erlebnis. Seine Closer World Tour im Jahre 2004 (ca. 80 Städte) war in kürzester Zeit ausverkauft, ebenso die anschließende Live-Tour, 2005. Im Dezember 2004 bezauberte Josh mit Band und Orchester sein deutsches Publikum in Hamburg und wurde seitdem sehnlichst zurück erwartet. Im Mai 2007 war es endlich soweit. Im Rahmen der Awake World Tour gab Josh sein einziges Deutschlandkonzert in der Frankfurter Alten Oper. Dieses Ereignis in Worte zu fassen, ist fast nicht möglich, man muss Josh einfach selbst live erleben. Mit seinen eigenen Worten: «Eines meiner Lieblingskonzerte war das in Frankfurt am Main. Die Fans haben dort eine halbe Stunde applaudiert, ich habe fünf Zugaben gegeben. Die enthusiastischste Publikumsreaktion, die ich bisher hatte, hatte ich in Deutschland. Also muss ich zurückkommen.» Und er kam zurück! Im Januar 2011 gab Josh im Rahmen seiner „Before we begin tour“ ein Konzert in der Hamburger Laeiszhalle. Vor einem verhältnismäßig kleinen Publikum, der kleine Saal umfasst 639 Plätze, sang Josh alte und neue Stücke seiner Alben. Wie gewohnt brachte er den Saal zum kochen. Begleitet von Tariqh und Mark erlebten die Zuschauer ein Konzert der ganz besonderen Art. Josh unplugged, ohne viel drumherum. Die Stimmung war bestens, Josh scherzte und interagierte viel mit dem Publikum. Auch diesmal ließen wir ihn nicht so schnell von der Bühne und Josh gab einige ungeplante Zugaben. Im April erfuhren wir, dass Josh Im September/Oktober 2011 für drei Konzerte nach Deutschland kommen wird. 2013 wird uns Josh gleich mit vier Deutschlandkonzerten beglücken! Eines davon – nach sechs Jahren – wieder in Frankfurt! Was kann es besseres geben? Nichts , denn: „He’s a hero of the silken voice, a playful showman, a masterful musician, songwriter and angel to his audience.“ Sue Merrell – Grand Rapids Press

Live Aufnahmen …

Wer sich ein Bild von „Josh Groban live“ machen möchte, sollte sich seine DVD/CD Compilations zulegen. Die erste Konzert DVD erschien 2002 unter dem Titel „Josh Groban In Concert“. Man erlebt einen sehr jungen, teilweise schüchternen Josh, der aber durch seine wunderbare Stimme und eine perfekte Darbietung das Publikum in seinen Bann zieht. Diese DVD ist ein absolutes Muss; nicht umsonst wurde sie zum meist verkauften „long-form-music-video“ des Jahres 2002 und erreichte bereits im Oktober 2003 sechsfachen Platinstatus.

Mit „Live At The Greek“ erlebt man Josh erstmals „auf Tour“. Aufgenommen im Greek Theatre in Los Angeles, kam die DVD 2004 auf den Markt. Josh präsentiert Stücke aus seinem Debütalbum und Closer. Man spürt, dass Josh mittlerweile mehr Bühnenerfahrung hat und wesentlich lockerer mit dem Publikum interagiert. Live at the Greek ist bis heute meine Lieblings Konzert DVD. Die Songauswahl ist super und die Liveatmosphäre wurde perfekt eingefangen. Sehr sehenswert ist außerdem das „Making of“, das dem Zuschauer sehr humorvolle Einblicke hinter die Kulissen gewährt. Im September 2006 erreichte auch diese DVD sechsfachen Platinstatus.

Im Mai 2008 erschien „Awake Live“, aufgenommen in Salt Lake City. Josh präsentiert hauptsächlich Stücke aus dem Album Awake, jedoch kommen auch ältere Songs nicht zu kurz. Die Ton- und Bildqualität ist perfekt, aber für mich leidet die Aufnahme dennoch. Es wurde zu viel weggelassen. Josh interagiert auf Tour sehr viel mit seinem Publikum, treibt Scherze und vieles mehr. Davon ist hier leider nicht sehr viel übrig geblieben. Schade, denn genau das ist es, was ein Live-Erlebnis mit Josh ausmacht, die Nähe zu seinen Fans. Dennoch ist die DVD durchaus empfehlenswert und wenn man die Möglichkeit hat, sollte man zugreifen.

Mit „An Evening in New York City“, erschienen im Juni 2009, präsentiert sich Josh wesentlich intimer. Aufgenommen in der Rose Hall, in NYC, spielt Josh vor einem kleineren Publikum als gewohnt. Dies tut jedoch dem Gesamteindruck nur gut, denn weniger ist manchmal mehr. Im Vordergrund stehen hier allein Stimme und Musik. Mit zwölf ausgewählten Stücken seiner Alben, verzaubert Josh seine Zuschauer. Unterstützt wird er bei „Machine“ von Herbie Hancock und bei „Broken Vow“ von Trompeter Chris Botti. Nicht zögern – kaufen!

Film, Fernsehen, Theater …

Auf Grund seines schulischen Hintergrunds (Los Angeles County High School for the Arts, Interlochen Center for the Arts, Carnegie Mellon), sah Josh eine Laufbahn für sich selbst eher im Bereich des Theaters, Musicals oder als Schauspieler. Dass es dann durch seinen Plattenvertrag anders kam und er die Ausbildung auf der angesehenen Carnegie Mellon auf Eis legte, hinderte Josh jedoch nicht daran, zwischendurch kleine Rollen anzunehmen. Hier ein kurzer Überblick (mehr dazu auf der Seite ‚Film, Serie Musical‘ im Blog).

Serienauftritte/Nebenrollen

  • Ally McBeal
  • American Dad, The Simpsons
  • Glee
  • The Office
  • CSI New York
  • It’s Always Sunny In Philadelphia
  • The Crazy Ones

Musical

  • Chess – Broadway
  • Chess in Concert – London Royal Albert Hall

Kino

  • Crazy, Stupid, Love
  • Coffee Town

Charity …

2004 – 2011: Inspiriert durch eine Reise nach Südafrika, im Jahr 2004 und ein Treffen mit Nelson Mandela, gründete Josh seine eigene Charity Organisation, die Josh Groban Foundation. Ziel ist es, bedürftigen Kindern zu helfen und dadurch die Versorgung mit Nahrung, Kleidung, Gesundheitsvorsorge, Erziehung und Bildung zu erleichtern. Von Nelson Mandela wurde Josh auch zum Botschafter für das 46664 Projekt ernannt. Dessen Motto im Kampf gegen HIV lautet: „awareness and education through entertainment“. Durch das leidenschaftliche Engagement seiner Fans, kamen diese in den letzten Jahren dem Ziel, eine Million Dollar für die Foundation zu sammeln, sehr nahe. Mehr Informationen zu allen Aktivitäten gibt es bei Grobanites for Charity und Grobanites for Africa.

Juli 2011: Josh gründet die „Find Your Light Foundation“. Durch die Umbenennung und Neustrukturierung soll das Ziel für welches Spendengelder verwendet werden deutlicher in den Vordergrund rücken. Kindern und Jugendlichen soll ermöglicht werden, Unterricht und Ausbildungschancen im Bereich der darstellenden Künste, sowie im musikalischen Bereich zu erhalten. Wie  in unseren Landen, wenn die Haushaltskassen fast leer sind und Kürzungen drohen, wird auch in den USA gerne an der Bildung gespart und dabei insbesondere im musischen Bereich. Josh ist es ein großes Anliegen allen eine Chance zu ermöglichen, und er hat es sich zum Ziel gesetzt mit seiner neu gegründeten Foundation betroffene Kinder und Jugendliche, sowie Schulen in dieser Richtung zu unterstützen.

Was noch? ….

Josh ist einfach etwas ganz Besonderes. Trotz seines Erfolges ist er sehr bodenständig geblieben. Von seiner, über alle Zweifel erhabenen Stimme einmal abgesehen, ist es seine natürliche, freundliche Art, die Nähe zu seinen Fans, sein schräger Humor, sein Talent, seine Vielseitigkeit, seine Bühnenpräsenz und sein karitatives Engagement, womit er nicht nur seine Fans, sondern auch unabhängige Kritiker und Musikerkollegen immer wieder überzeugt.

(Stand Dezember 2013)

© KS